Wie fotografiert man: Silvester-Feuerwerke

Silvester Feuerwerk Fotografieren
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  • Blende
  • Zeit
  • ISO
  • Brennweite
  • f / 16
  • 20 s
  • 100
  • 100 mm
  • [Canon EOS 5D]
  • [Sigma 100-300]
  • [Manfrotto 055XPROB]
  • [Fernauslöser Canon RS-80N3]

Feuerwerke sind dankbare Fotomotive, die je nach Aufnahmetechnik Momente festhalten, welche mit freiem Auge so nicht erfasst werden können. Speziell bei Langzeitbelichtungen zaubern die Leuchtspuren großartige abstrakte Gebilde in den nächtlichen Himmel, die für faszinierende Fotos mit fröhlicher Stimmung sorgen.

Die bunten Blitze tauchen Stadtpanoramen, Gebäude und Parks in ein außergewöhnliches Licht, das eine Aufnahme zusätzlich bereichern kann. Und weil zu Silvester unzählige Feuerwerkskörper an vielen Plätzen abgeschossen werden, kann man unter zahlreichen Standpunkten wählen, um eine geeignete Kulisse für Fotos mit Feuerwerken zu finden. Somit ist der Jahreswechsel eine ideale Gelegenheit, mit guter Vorbereitung und etwas Glück begeisternde Aufnahmen mit Feuerwerken in ihrer vollen Pracht zu erhalten.

Silvester Feuerwerk Fotografieren
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  • Blende
  • Zeit
  • ISO
  • Brennweite
  • f / 16
  • 20 s
  • 100
  • 100 mm
  • [Canon EOS 5D]
  • [Sigma 100-300]
  • [Manfrotto 055XPROB]
  • [Fernauslöser Canon RS-80N3]

Foto-Ausrüstung

  • Kamera mit langen Verschlusszeiten (mindestens 10 Sekunden) oder „Bulb“.
  • Objektiv: Brennweite je nach Entfernung zu den Feuerwerken von Weitwinkel bis Telebereich. Jedenfalls sollte ein großer Teil des Nachthimmels erfasst werden.
  • Dreibein-Stativ (eine Übersicht bei Amazonstat)
  • Kabel- oder Funkauslöser
  • Taschenlampe
  • Warme Kleidung

Aufnahme-Standort

  • Freie Sicht in den Himmel.
  • Keine Beleuchtungskörper in unmittelbarer Nähe.
  • Menschenansammlungen können störend sein, lassen sich aber bei einem erhöhten Standort gut ins Foto einbinden.

Deinen Aufnahme-Standort solltest du schon Tage vor Silvester gefunden haben, ein paar Nacht-Probeschüsse ermöglichen eine gute Beurteilung der Location. Bedenke allerdings, dass an guten Aussichtsplätzen zu Silvester viele Hobby-Feuerwerker auftauchen können, die dann deine Aufnahmen stören können.

Eine Viertelstunde vor Mitternacht solltest du schon auf deinem Standort sein und nochmals einige Probeschüsse am Kamera-Display begutachten. Dies dient in erster Linie zur optimalen Belichtungseinstellung. Gut belichtet sollten die Fotos auch die Landschaft und Häuser zeigen – Feuerwerke am schwarzen Nachthimmel schafft jeder. Erst durch die Einbeziehung von Häusern, Bäumen, Brücken wird die enorme Größe von Feuerwerken wirkungsvoll dargestellt.

Das i-Tüpfelchen bilden dann Reflexionen der Feuerwerke an Glasfronten, nassen Straßen und natürlich an jeder Art von Gewässern. Dazu positioniert man die Kamera möglichst tief, um den Raumeindruck zu verstärken.

Silvester Feuerwerk fotografieren
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  • Blende
  • Zeit
  • ISO
  • Brennweite
  • f / 13
  • 6 s
  • 100
  • 100 mm
  • [Canon EOS 5D]
  • [Sigma 100-300]
  • [Manfrotto 055XPROB]
  • [Fernauslöser Canon RS-80N3]

Kamera-Einstellungen

  • Blende: Speziell bei Großfeuerwerken ist eine kleine Blende von f/11 bis f/22 empfehlenswert, weil sonst die hellen Feuerwerk-Blitze überbelichtet werden und so ihre Farben verblassen. Die Blende entscheidet, wie hell das Feuerwerk am Foto erscheint.
  • Verschlusszeit: Entscheidend, wie hell beleuchtete Gebäude abgebildet werden. Sie lässt sich schon gut mit Probeaufnahmen vor den ersten Feuerwerken ermitteln.
  • ISO-Wert: So klein wie möglich (meist 100), weil bei höheren Empfindlichkeiten in den dunklen Bereichen des Himmels schnell ein Rauschen sichtbar werden kann.
  • Autofokus ausschalten und bei nahen Objekten ein Weitwinkelobjektiv mit kleiner Blende verwenden. Die Feuerwerke benötigen meist den Fokus auf „Unendlich“.
  • Auf den Weißabgleich kann man getrost verzichten, er wird nie exakt zu bestimmen sein. Nur im RAW-Format aufgenommene Fotos lassen sich manuell bei der Entwicklung entsprechend dem eigenen Geschmack korrigieren.
  • Bildstabilisator ausschalten, er kann durch die schnellen Raketen irritiert werden. Generell funktionieren manche Systeme zum Schutz vor Verwacklungen bei der Verwendung eines Stativs nicht richtig.

Tipps

  • Lange Belichtungszeiten benötigen viel Akkuleistung. Daher auf geladene Akkus achten und bei Kälte möglichst lange getrennt am Körper tragen – Akkus verlieren bei Minusgraden schnell ihre Leistung.
  • In der Dunkelheit wirkt das Kamera-Display sehr hell, daher hält man unterbelichtete Fotos für ausreichend belichtet. Zur Sicherheit checkst du am besten zusätzlich das Histogramm.

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