Fotografiert man bei schwachen Kontrasten weiter entfernte Objekte, ist die richtige Scharfeinstellung oft nicht so leicht, egal ob manuell oder automatisch fokussiert wird. Wenn man dazu ein Zoomobjektiv in Weitwinkel-Stellung verwendet, liegt die Versuchung nahe, zum Scharfstellen auf das bildwichtigste Detail heranzuzoomen, um eine genauere Scharfeinstellung zu ermöglichen. Nach dem Fokussieren wechselt man wieder in die ursprüngliche Weitwinkel-Stellung.
Stopp-Aus-Retour! Machen Sie das Scharfstellen bloß nicht auf diese Weise.
Gerade Universal-Zooms, die sowohl den Weitwinkel- als auch den Tele-Bereich abdecken, verschieben beim Zoomen konstruktionsbedingt den Schärfepunkt. Somit führt die oben erwähnte “Zum Scharfstellen-Heranzoomen”-Technik zu deutlich unschärferen Bildern. Also sollte das Fokussieren der letzte Schritt vor dem Betätigen des Auslösers sein.
Ich habe im Fotostudio zwei ähnliche Zoom-Objektive (Canon 24-105mm und Sigma 18-125mm) diesbezüglich getestet und kam in beiden Fällen zu ähnlichen Ergebnissen: Beim Auszoomen wandert der Schärfepunkt weiter nach hinten, wie auch diese Ausschnitt-Vergrößerung der gleichen Aufnahmesituation wie oben, aber in Weitwinkel-Stellung mit nicht mehr veränderter Fokus-Einstellung aufgenommen, zeigt.
Meine beim Test verwendeten Geräte:
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